Die schwarze Witwe…

Veröffentlicht: 8. Oktober 2013 in Gedanken
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Das Einzige, was ich wirklich gut kann, ist die Menschen in meinem Umfeld zu verletzen. Die Fähigkeit, die falschen Sachen in den falschen Momenten zu sagen, sollte mir eigentlich zeigen, dass ich lieber niemanden an mich heranlassen darf. Eine Bindung zu mir aufbauen ist gefährlich und ich rate jedem davon ab. Ich kann es irgendwie nicht kontrollieren und nicht vorhersagen, wann wieder einer dieser Schübe kommt.

Ich fühle mich schuldig und schlecht, aber einmal Gesagtes lässt sich eben nicht mehr rückgängig machen. Ich versuche die Scherben aufzusammeln und wieder zu kleben, aber wieso? Irgendwann zerbreche ich es sowieso wieder. Ich bin eine „schwarze Witwe“ und reiße jeden mit, der nicht schnell genug verschwindet. Es tut schrecklich weh, zu sehen, was Worte anrichten können und zu wissen, dass nur ich selbst die Schuldige bin. Jedes Mal nehme ich mir vor besser aufzupassen, die Menschen, die mir wichtig sind, nicht zu verletzen. Ich scheitere früher oder später.

Ich kann nicht verstehen, wieso es immer noch Menschen gibt, denen ich etwas bedeute. Ich kann mich ja selbst nicht mehr im Spiegel sehen. Ich bin kein Engel! Ich bin egoistisch, manipulativ und berechnend. Ich habe Nagst vor mir selbst. Angst, was noch aus mir werden könnte und wird. Ich vertraue mir selbst nicht und würde mich am Liebsten einschließen. In meinen Gedanken ist das der einzige Weg um meine Familie und Freunde zu schützen. Die andere Möglichkeit möchte ich nicht aufschreiben oder nennen…

Ich dachte wirklich über diesen Status hinaus zu sein. Ein klarer Fall von Selbstbetrug und eigener Überschätzung, wenn mich ein kleiner Auslöser wieder so denken lässt.

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Kommentare
  1. Selbstbetrug und eigene Überschätzung mit der Depression. Ja, den Fehler machte ich auch, und es wurde alles immer schlimmer und schlimmer. Bei mir dauerte es wirklich unheimlich lange, bis ich dann letztlich den Hintern hoch bekam, um was zu tun. Fast mein ganzes Umfeld wollte mich u.a. mal einweisen lassen. Ich habe mich dermaßen dagegen gesträubt. „Ich bin doch nicht geisteskrank!“, schimpfte ich.Heute weiß ich, dass ich mir und meinem Umfeld eine ganze menge Unruhe erspart hätte, wenn ich viel eher etwas unternommen hätte. Der wichtigste Schritt ist also erst mal die Selbsteinsicht. Für mich persönlich war dies auch der allerschwerste Schritt.

    Ich drücke dir die Daumen!

    Viele Grüße
    mauerdurchbruch

    • shynami sagt:

      Als mein Freund mir vor etwa anderthalb Jahren auch an den Kopf warf, das mit mir etwas nicht stimmte und ich einen Psychologen zu Rate ziehen sollte, dachte ich ähnlich wie du. „Ich bin kein „Psycho“ und da gehen doch nur Verrückte hin…“ Mittlerweile denke ich anders, denn die Menschen, welche ich innerhalb meiner Therapie getroffen habe, sind unglaublich. Viele davon kennen mich besser als ich mich, einfach da die Gesprächsbasis eine andere ist.

      Im Bezug auf die Selbstüberschätzung muss ich sagen, es gibt Momente/Phasen in denen ich mein eigenen Vorgaben gut umsetzen kann, aber ebenso gibt es genau die gegenteiligen Punkte. Dieses Abwägen, Einschätzen und Differenzieren fällt mir noch sehr schwer und sehr oft auf die Füße.

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