Vertrauen und seine Schwachstellen

Veröffentlicht: 14. Oktober 2013 in Diary
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Mir fiel es noch nie leicht, den Menschen in meinem Umfeld zu vertrauen. Es ging mir damit nicht schlecht, aber in manchen Situationen fehlte mir dann doch jemand, dem ich meine ganze Gedanken- und Gefühlswelt ohne Zweifel auskotzen konnte.

Ich lernte zu vertrauen, obwohl ich mich oft ängstlich, verletzlich und manchmal ziemlich dämlich fühlte. Ich wollte vertrauen und ich wollte etwas anders als früher tun. Ich ließ langsam mein Misstrauen fallen und meine Mauer bröckelte.

Die letzten 2 Tage liefen nicht besonders gut für mich und meinen Ausflug in „die neue Welt des Vertrauens“. Ich wurde jäh wieder geweckt und schmerzhaft bewusst, dass alles seine guten und schlechte Seiten hat.

Vertrauen kann dir viel geben – Sicherheit, Erleichterung, Mitgefühl und Kraft etc.

…, aber es kann dir auch alles nehmen! Ich wollte so sehr daran glauben, dass ich vergaß, das wir nur Menschen sind. Emotionen, wie Angst, Wut und Schuld stellen uns und unsere Ehrlichkeit immer wieder auf die Probe. Das Problem dabei ist nur, dass man damit den Menschen am tiefsten verletzt, der am meisten vertraut.

Diesmal war ich diese Person und ich habe körperlich, emotional und psychisch gemerkt, wie weh es tun kann zu vertrauen. Es war ein kurzer Augenblick und alles war zerstört. Jegliche hinein gesteckte Energie und Kraft einfach so „weg geschmissen“.

Ich hatte kurzzeitig vergessen, warum ich anderen Menschen misstraue und gerne eher das Schlechte erwarte. Ich wurde schwach und leicht gläubig. Es trifft einen viel härter und stärker, wenn man nicht darauf vorbereitet ist…

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Kommentare
  1. Mauerspecht sagt:

    Sich der Gefahr bewusst zu sein, heißt nicht, dass man den Weg nicht gehen sollte. Zerstörtes Vertrauen kann weh tun. Aber es muss nicht zerstört werden … und manchmal ist es ein guter Weg, einer Person Stück für Stück zu vertrauen. Nicht alles auf einmal …kleine Schritte

    • shynami sagt:

      Ich werde nicht aufgeben, dennoch war es ein harter Schlag in die Magengegend. Ich habe sehr lange gebraucht um dieses Vertrauen aufzubauen, aber scheinbar war es dennoch zu schnell. Jetzt heißt es erstmal aufstehen und aus Fehlern lernen!

      • Razor Blade sagt:

        Aus Fehlern lernen und wieder aufstehen ist sehr gut es gibt auch menschen in deinem Umfeld denn es bestimmt auch leid tut das,das vertrauen so gelitten hat und sie alles versuchen wieder auf zu bauen man sollte ihnen auch die Chance geben es auch zu zeigen weil du ihnen bestimmt am herzen liegst.Es wieder auf zubauen dauert seine zeit wenn es erst mal gebrochen wurde aber man sollte nicht so hart mit ihnen umgehen sie haben auch Schuldgefühle deswegen und wollen dich als Mensch bestimmt nicht verlieren. Ich spreche da aus Erfahrung was das Thema angeht und ich bin auch gerade dabei es wieder auf zubauen.Jeder mensch hat eine zweite Chance verdient.

  2. Ich bin auch gerade dabei, mein vor vielen Jahren zerstörtes „Grundvertrauen“ in andere Menschen wieder aufzubauen. Man darf sich dabei bloß nicht selbst überfordern, denn ein Haus ist leichter niedergerissen, als aufgebaut.

    Ich sehe Vertrauen inzwischen als eine unsichtbare Brücke über einem reißenden Fluss mit hungrigen Krokodilen. Man sieht die Gefahr.. eben was passiert, wenn man in den Fluss fällt. Dennoch betretet und schreitet man über die Brücke – wenn man es kann.

    Und aus eigener Erfahrung ist es eine unglaubliche Einschränkung der Lebensqualität, wenn man nicht vertrauen, sich nicht fallen lassen kann. Man tut sich selbst und seinem Umfeld keinen gefallen. Man wird irgendwann wahnsinnig und denkt sich in einen quälenden Rausch. Und irgendwann platzt man.

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