Zitat des Tages 23.10.2013

Veröffentlicht: 23. Oktober 2013 in Zitate
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„Das Paradies wird die Wiederfindung der echten Beziehung zu sich selbst und zu anderen sein…“

(Elmar Kupke)

 

Ich mag mich nicht, weder meinen Körper noch mein „Wesen“. Ich kann mich nicht im Spiegel anschauen und ich kann nicht verstehen, wie man Zuneigung für mich empfinden kann, sei es freundschaftlich oder in einer Beziehung. Ich könnte es nicht.

Ich weiß, dass ich diesen Umstand ändern muss. Ich befinde mich zur Zeit auf dem Weg mich selbst kennen zu lernen. Heraus zu finden, wer ich bin. Ich kann momentan noch nicht differenzieren, welche meiner Charakterzüge wirklich „meine“ sind oder welche ich mir „antrainiert“ habe, um meinem Umfeld zu gefallen. Ich fühle mich unsicher und weiß nicht, ob ich es wirklich heraus finden möchte. Was ist, wenn ich eine schreckliche Person bin? Was ist, wenn ich am Ende alleine da stehe, weil mich niemand mehr ausstehen kann? Ständig hinterfrage ich, ob meine Verhaltensweise zu mir gehört oder ob ich mich gerade wieder verstelle bzw. meinen Gegenüber das zeige, was er sehen will.

Ich habe mir selbst einmal die Aufgabe gestellt, aufzuschreiben, was mich ausmacht und mir fiel nichts ein. Ich habe das Gefühl, dass die Krankheit (welche mich unentdeckt seit ich 14 bin beeinflusst) mir meine ganze Persönlichkeit geraubt hat. In mir sind ständig nur Zweifel, Fragen und Unsicherheit, was meine Persönlichkeit, Wirkung und Ausstrahlung angeht. Doch wie finde ich heraus, wer ich bin? Wie finde ich mich wieder? Was, wenn ich in dieser charakterbildenden Phase der Pubertät keinen eigenständigen Charakter entwickelt habe? Ich habe Angst davor, nie eine ausgeprägte Persönlichkeit zu sein. Angst davor, einfach eine leere Hülle zu bleiben.

Der Gedanke daran mich zu kennen -von „mich zu lieben“ bin ich noch Lichtjahre entfernt – macht mir im gleichen Atemzug Hoffnung und Angst. Es wäre schön, wenn ich mich im Spiegel anlächeln könnte und ich weiß, dass mein Leben/ meine Person wertvoll ist – ohne die Bestätigung von außen. Meine Beziehungen zu Anderen würde auf einer ganz anderen Basis aufgebaut werden und ich könnte selbstbewusst zu dem stehen, was ich oder wer ich bin…

Es wäre ein Paradies!

…und das sind nur die Gedanken zu meinem Ich. Mein Körper bzw. meine Körperwahrnehmung ist katastrophal, aber das ist ein anderes Thema 🙂

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Kommentare
  1. Razor Blade sagt:

    Das du dieses problem mit dir selber hast das wisse deine freunde.Ich habe auch eine freundin die darunter leidet ich wollte ihr helfen sie wieder anzuschauen und ihren körper so zu akzepieren wie er ist weil ich einfühlsamer mensch bin was das angeht.Leider meldet sie sich jetzt seit einer wocher nicht mehr.Ich wurde ihr gerne helfe und was die andere punkte angeht ich glaube du bist ein sehr warm herziger mensch der geliebt werden möchte egal wie launisch und zick du sein kannst es gibt menschen die dich so lieben wie du gerade bist.

  2. Mauerspecht sagt:

    Was ist eine schreckliche Person?

    • shynami sagt:

      Eine schreckliche Person?
      Ich habe Angst davor, den „gesunden Egoismus“ in einen „puren Egoismus“ zu verwandeln. Das ich Charakterzüge an mir entdecke, welche ich manipulativ und nur zum eigenen Vorteil nutze.
      Ich möchte am Ende nicht das Arschloch sein, dem alles Andere und alle Anderen egal sind. Ich möchte nicht, dieses Schubladendenken und die Oberflächlichkeit, welche ich ab und zu an den Tag lege. Ich möchte mich nicht wie ein Fähnchen im Wind drehen um ja immer als Sieger hervor zu gehen…

      Das sind nur ein paar Gedanken 🙂

      • Mauerspecht sagt:

        Ich glaube purer Egoismus ist immer eine Schutzreaktion. Aber diesen Panzer kann man ablegen. Wenn man weiß, was einem wirklich wichtig ist, muss man nicht immer immer immer egoistisch sein. Und manipulieren tuten wir alle. Genauso wie wir alle lügen. Es ist die Dosis mit der man diese Strategien einsetzt. Und man muss sich bewusst sein, was das für Konsequenzen hat. Wenn ich so handele, dann kann das und das passieren und dann sind nicht die anderen Schuld, sondern man selbst.

        Man hat immer eine Wahl. Und wenn man sich für den reinen egoistischen Weg entscheidet, dann muss man mit den Konsequenzen leben. Aber ich glaube wir alle haben die Wahl.

        Niemand wird als Egoist geboren. Dennoch steht der Selbsterhaltungstrieb ganz oben. Aber aber aber der Mensch ist ein Rudeltier. Ganz allein geht nicht. Daher muss man Kompromisse machen und handelt nicht nur egoistisch. Das ist auch in uns verankert. Selbsterhaltung heißt auch gemeinsam mit anderen überleben.

        Ich glaube nicht dass du wirklich davor Angst haben musst. Wie du mit deinem Egoismus umgehst liegt in deiner Hand. Wie bei jedem anderen auch. Wir alle sind Egoisten.

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