Archiv für die Kategorie ‘Gedanken’

Die Flucht für ein paar Stunden

Veröffentlicht: 26. Oktober 2014 in Diary
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Ich war gestern feiern, wollte alles betäuben mit Alkohol und lauter Musik.
Wollte meine Gedanken nicht mehr hören müssen für ein paar Stunden, wollte einfach normal sein oder zumindest mir selbst vortäuschen normal sein zu können.

Ich habe gelacht, getrunken, getanzt, geflirtet…aber all das war nur wieder der Teil von mir, der

– lacht, obwohl er weinen will
– stark wirkt, obwohl er schwach ist
– tanzt, obwohl er keine Kraft hat
– der besser schauspielern kann, als mir lieb ist

Es war gut…aber es war nicht echt.

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Ich schreibe! Ich schreibe viel in den letzten Wochen…versuche Ordnung in meine Gefühle und Gedanken zu bekommen.

Schreiben soll helfen um den Blickwinkel auf Geschehendes oder Gefühltes zu ändern, aber irgendwie hilft es nicht….

Ich möchte schreien, fragen „Warum?“ Möchte es verstehen um endlich abschließen zu können…aber das wird nicht passieren.

Mein Herz, meine Intuition, mein Verstand…ich weiß nicht mehr auf was ich vertrauen kann, auf was ich hören soll…

Ich verliere die Kontrolle über mich…ich habe wieder angefangen mich zu übergeben…ich bin nicht stolz darauf, aber es gibt Momente, wo ich einfach nur esse um kotzen zu können….alles einfach raus aus meinem Körper…und irgendwie hoffe ich damit nicht nur das Essen los zu werden…wenn ich nur schöner, schlanker…dünner wäre, dann würde der Rest bestimmt folgen…

Ich kann es nicht erklären, will es auch nicht erklären müssen…ich will einfach nur, dass es aufhört…die Fragen, die Gedanken, die Gefühle…

Als Erstes möchte ich sagen, dass ich vielleicht etwas sanft anfange 😉 auch mich kostet es große Überwindung. Ich habe Angst davor, welche Reaktionen mir entgegen schlagen. Zweitens werde ich, zumindest versuche ich es, völlig ungefiltert meine Gefühle und Gedanken los zu werden. Last but not least bin ich mir noch nicht sicher, wie oft ich solch einen Artikel verfasse, also seid nachsichtig mit mir. Jedoch, wenn ihr mir immer noch folgt, denke ich ward ihr schon sehr geduldig mit mir.

Lange ist es her, dass ich mich um meinen Blog gekümmert habe. Fast genauso lange ist es her, dass ich mich um mich und meine Gedanken gekümmert habe.

Die Quittung kommt jetzt und ich frage mich, warum ich nicht schon früher gemerkt habe in welche Richtung es sich entwickelt. Kann ich die Warnsignale meines Kopfes und meines Körpers nicht sehen/spüren oder will ich sie einfach nicht sehen? Diese Denkweise der „starken Frau“, die alles meistert, wird mir nicht von außen auferlegt, sondern von mir – einzig und allein von mir! Ich sollte mittlerweile schlauer sein und verinnerlicht haben, dass es auch eine Stärke ist meine Schwäche zu zu geben.

 

Doch ein paar Fakten seit meinem „Untertauchen“:

  • ich bin Single
  • wohne temporär bei meinen Eltern
  • meine Arbeitszeit wird zunehmend mehr
  • und völlig fixiert abzunehmen

Ich hatte wirklich die Hoffnung den richtigen Weg zu gehen, auch wenn es nur winzige Schritte waren. Wo der Punkt war, an dem ich resigniert, wo ich angefangen habe zu zweifeln und zu verzweifeln, kann ich nicht genau sagen.

Zurück in meiner Heimatstadt fühlte ich mich irgendwie zunehmender gefangen in mir und in meinem Leben. Ich war mit allem unzufrieden und heute schätze ich, dass ich mich nur nicht genug mit mir auseinander gesetzt habe – Flucht ist bekanntlich der beste Angriff 😉 – und somit einfach nur unzufrieden mit mir war bzw. bin. Ich verfiel in eine Art blinden Aktionismus und ärgerte mich mehr und mehr über alles. Rückblickend glaube ich, dass Hauptproblem war nicht diese Unzufriedenheit oder der Ärger, sondern dass sich all das wieder einmal nur in mir abspielte.

Es kam, wie es kommen musste, all das entlud sich bei einem Streit mit meinem Freund. Türen knallte, Stimmen wurden lauter und Tränen flossen und am Ende sah ich keinen anderen Weg als aus zu ziehen. Ich hatte das Gefühl bzw. war mir in dem Moment sicher, dass er mir nicht das geben konnte, was ich brauchte – Sicherheit und Stabilität! Ich wollte und will irgendwie immernoch die starke Schulter sein. Ich weiß, dass er auch alleine klar kommt, aber dennoch fühle ich mich verantwortlich für sein Wohlbefinden, seine Stimmung …irgendwie für alles. Jetzt fühle ich mit in meiner Entscheidung nicht mehr so sicher. Ich bin verwirrt und frage mich, warum es mir so schwer fällt. Ich vermisse ihn? Oder vermisse ich die Gewohnheit? den alltäglichen Tagesablauf? oder ist es schon eine Art emotionaler Abhängigkeit? Vielleicht ist es auch nur die Angst alleine zu sein, nicht zu wissen, wie es weiter geht. Ich frage mich, ob es die richtige Entscheidung war. Was passiert, wenn ich in der Zukunft feststelle, dass er doch der richtige Deckel war und ich alle Chancen verspielt habe? Was ist, wenn ich der Grund bin, dass er endgültig zerbricht? Ich weiß, dass wir beide nicht die beste Kombination sind – zwei psychisch „Instabile“ – und das wir uns in der meisten Zeit mehr belasten als unterstützen. Irgendwo in mir weiß ich, dass es zum jetzigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung war…denke ich. Dass ich erst zu mir finden muss um mein Leben mit jemand anderem zu teilen. Dennoch gibt es diese Stimme in mir. Jene, die mich jede Minute fragt: „Bist du dir sicher?“ „Was wäre, wenn…?“ „War das richtig?“ Wie finde ich heraus, was es ist, was mich immer und immer wieder zu ihn zieht? Ich bin mir bewusst, dass eine Trennung nach knapp 5 Jahren nicht einfach für beide Seiten ist. Es ist jedoch keine Traurigkeit, die mich ausfüllt, sondern Selbstzweifel, Angst…

 

…to be continued….

 

Plötzlicher Umschwung…

Veröffentlicht: 18. Dezember 2013 in Gedanken
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Warum jetzt? Warum fühle ich mich gerade so? Ich habe Tränen in den Augen und fühle mich in diesem Leben fehl am Platz. Ich hoffe darauf auf zu wachen und endlich in mein echtes Leben zu starten… was ist nur gerade mit mir los? Ich weiß nicht, worauf ich warte…aber ich spüre, dass ich gefangen bin…wenn ich wenigstens wüsste, wo ich hin soll um diese Emotionen los zu werden…

Sorry, dass musste ich kurz loswerden…

ein kurzweiliger Abschnitt…

Veröffentlicht: 17. Dezember 2013 in Diary
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Aloha ihr Lieben,

Es gibt einen Grund weswegen mein Blog leider zur Zeit eher stiefmütterlich behandelt wird und ein wenig verwaist wirkt. Ich hatte gehofft, dass genau das Gegenteil eintritt und ich mich mehr auf mich und meinen Blog kümmern kann. Aber erstes kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ich bin seit 1. Dezember für zwei Monate zur Einarbeitung in meinen neuen Arbeitsbereich und daraus folgt (leider) auch eine temporäre räumliche Veränderung. Wie anfangs bereits kurz erwähnt, freute ich mich sogar irgendwie darauf. Ich stellte es mir als Chance vor, etwas mehr Zeit für mich zu haben. Ich war gespannt und neugierig, wie ich mich wohl abends alleine in meinem Appartment.fühlen würde.Ich stellte mir vor, wie es wäre ohne Haushaltspflichten.  Ich plante viel zu lesen, da das in diesem Jahr gänzlich zu kurz kam und ich wollte viel schreiben. Ich wollte, mir und meinen Gedanken, Raum und Zeit geben und mehr prüfen, was unnötig ist und was seinen Rechtfertigung hat.

Am Ende, um nach knapp einem Monat Resumée zu ziehen, vieles ist beim Wollen geblieben. Ich kann festhalten:

  • ich kann auch alleine klar kommen
  • ich fühle mich manchmal weniger einsam, obwohl ich alleine bin, als in Gesellschaft
  • ich fange langsam an die Zeit abends für mich zu nutzen

Mein kleines persönliches Projekt geht noch bis Ende Januar, wobei ich schon über die Feiertage zu Hause bin. Ich bin immer noch gewillt, dass was ich mir zum Start vorgenommen habe auch zu probieren. doch im Moment merke ich, dass ich wieder mal von Anfang an zuviel von mir wollte. Die ersten zwei Wochen war ich abends so kaputt, dass ich froh war ins Bett fallen zu können. Langsam pegelt sich alles ein und ich versuche nun kleine Schritte…ich habe angefangen zu lesen statt mich vor den TV zu hängen. Ich schreibe diesen Beitrag und ich möchte noch einiges mehr verfassen, denn mein Kopf ist trotz allem prall gefüllt mit Gedanken/Ängsten/Zweifeln.

Mir fehlen meine Freunde und ich habe das Gefühl, dass ich ihnen momentan nicht gerecht werde. Ich glaube, dass Sie es verstehen…ich hoffe es! Jedoch musste ich bei dieser Entscheidung an mich denken…und ich habe diese Wahl bewusst getroffen, weil sie erstens temporär und zweitens für mich eine Herausforderung ist und war.

Das „normale“ Leben

Veröffentlicht: 17. November 2013 in Diary, Gedanken
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Da hat es mich nun wieder, dass normale Leben. Es ging schneller als ich dachte und innerlich gehofft habe. Die Wiedereingliederung ist seit einer Woche vorbei und mir fällt auf, dass ich in eine Art Stagnation verfalle.

Neben der Arbeit, dem Haushalt und meinem Lebensgefährten finde ich mittlerweile nur noch selten Zeit um mich mit mir zu beschäftigen. Ich versuche es und trotzdem habe ich das Gefühl, es nicht richtig zu versuchen. Ich fühle mich schlecht, weil ich meine Erwartungen nicht erfülle und ich spüre, dass ich auf der Stelle stehe. Ich verstecke mich immer häufiger wieder hinter meinem Lächeln und meinem Make up. Ich schließe Empfindungen und Gedanken, die ich für völlig absurd und lächerlich finde in mir ein, obwohl sie mich belasten und ich stundenlang darüber grübel.

Ich mache mir Vorwürfe nicht genug zu kämpfen, die Zeit in der Klinik nicht verinnerlicht zu haben und irgendwie einfach aufzugeben. Ich habe Angst wieder in dieses Loch zu fallen. Ich weiß, dass ich es selbst in der Hand habe. Ich entscheide über mein Leben, aber was ist, wenn ich die falschen Weg einschlage – nicht die Kraft oder die Überzeugung habe wirklich zu kämpfen und mir selbst etwas vormachen.

Ich bin verwirrt, ängstlich, zweifelnd, unsicher, schuldig….schwach…

Zum Teufel mit meinen Gedanken…

Veröffentlicht: 9. November 2013 in Diary
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Der Tag war super! Ich war unterwegs mit meiner besten Freundin. Wir haben gelacht und Spaß gehabt.

Doch jetzt, wo ich zu Hause bin und auf der Couch Ruhe finde, fühle ich mich einsam, wertlos und ungeliebt. Ich vermisse Nähe und Vertrautheit und auf der anderen Seite möchte ich lieber niemanden um mich haben. Mein Verstand sagt mir, dass diese Gefühle völliger Schwachsinn sind, dennoch fühle ich mich so leer. Die letzte Tage und Wochen kenne ich gar nicht anders als diese Achterbahn und langsam reagiere ich auch körperlich. Ständige Kopfschmerzen, dieses Zucken im Auge (was ich eigentlich nur aus meiner Akutphase kenne) und seit heute auch einen stechenden Schmerz in der Brust.

Mein Gott, warum stehe ich mir eigentlich immer selbst im Weg?