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Die Flucht für ein paar Stunden

Veröffentlicht: 26. Oktober 2014 in Diary
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Ich war gestern feiern, wollte alles betäuben mit Alkohol und lauter Musik.
Wollte meine Gedanken nicht mehr hören müssen für ein paar Stunden, wollte einfach normal sein oder zumindest mir selbst vortäuschen normal sein zu können.

Ich habe gelacht, getrunken, getanzt, geflirtet…aber all das war nur wieder der Teil von mir, der

– lacht, obwohl er weinen will
– stark wirkt, obwohl er schwach ist
– tanzt, obwohl er keine Kraft hat
– der besser schauspielern kann, als mir lieb ist

Es war gut…aber es war nicht echt.

Ich schreibe! Ich schreibe viel in den letzten Wochen…versuche Ordnung in meine Gefühle und Gedanken zu bekommen.

Schreiben soll helfen um den Blickwinkel auf Geschehendes oder Gefühltes zu ändern, aber irgendwie hilft es nicht….

Ich möchte schreien, fragen „Warum?“ Möchte es verstehen um endlich abschließen zu können…aber das wird nicht passieren.

Mein Herz, meine Intuition, mein Verstand…ich weiß nicht mehr auf was ich vertrauen kann, auf was ich hören soll…

Ich verliere die Kontrolle über mich…ich habe wieder angefangen mich zu übergeben…ich bin nicht stolz darauf, aber es gibt Momente, wo ich einfach nur esse um kotzen zu können….alles einfach raus aus meinem Körper…und irgendwie hoffe ich damit nicht nur das Essen los zu werden…wenn ich nur schöner, schlanker…dünner wäre, dann würde der Rest bestimmt folgen…

Ich kann es nicht erklären, will es auch nicht erklären müssen…ich will einfach nur, dass es aufhört…die Fragen, die Gedanken, die Gefühle…

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ein kurzweiliger Abschnitt…

Veröffentlicht: 17. Dezember 2013 in Diary
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Aloha ihr Lieben,

Es gibt einen Grund weswegen mein Blog leider zur Zeit eher stiefmütterlich behandelt wird und ein wenig verwaist wirkt. Ich hatte gehofft, dass genau das Gegenteil eintritt und ich mich mehr auf mich und meinen Blog kümmern kann. Aber erstes kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ich bin seit 1. Dezember für zwei Monate zur Einarbeitung in meinen neuen Arbeitsbereich und daraus folgt (leider) auch eine temporäre räumliche Veränderung. Wie anfangs bereits kurz erwähnt, freute ich mich sogar irgendwie darauf. Ich stellte es mir als Chance vor, etwas mehr Zeit für mich zu haben. Ich war gespannt und neugierig, wie ich mich wohl abends alleine in meinem Appartment.fühlen würde.Ich stellte mir vor, wie es wäre ohne Haushaltspflichten.  Ich plante viel zu lesen, da das in diesem Jahr gänzlich zu kurz kam und ich wollte viel schreiben. Ich wollte, mir und meinen Gedanken, Raum und Zeit geben und mehr prüfen, was unnötig ist und was seinen Rechtfertigung hat.

Am Ende, um nach knapp einem Monat Resumée zu ziehen, vieles ist beim Wollen geblieben. Ich kann festhalten:

  • ich kann auch alleine klar kommen
  • ich fühle mich manchmal weniger einsam, obwohl ich alleine bin, als in Gesellschaft
  • ich fange langsam an die Zeit abends für mich zu nutzen

Mein kleines persönliches Projekt geht noch bis Ende Januar, wobei ich schon über die Feiertage zu Hause bin. Ich bin immer noch gewillt, dass was ich mir zum Start vorgenommen habe auch zu probieren. doch im Moment merke ich, dass ich wieder mal von Anfang an zuviel von mir wollte. Die ersten zwei Wochen war ich abends so kaputt, dass ich froh war ins Bett fallen zu können. Langsam pegelt sich alles ein und ich versuche nun kleine Schritte…ich habe angefangen zu lesen statt mich vor den TV zu hängen. Ich schreibe diesen Beitrag und ich möchte noch einiges mehr verfassen, denn mein Kopf ist trotz allem prall gefüllt mit Gedanken/Ängsten/Zweifeln.

Mir fehlen meine Freunde und ich habe das Gefühl, dass ich ihnen momentan nicht gerecht werde. Ich glaube, dass Sie es verstehen…ich hoffe es! Jedoch musste ich bei dieser Entscheidung an mich denken…und ich habe diese Wahl bewusst getroffen, weil sie erstens temporär und zweitens für mich eine Herausforderung ist und war.

Das „normale“ Leben

Veröffentlicht: 17. November 2013 in Diary, Gedanken
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Da hat es mich nun wieder, dass normale Leben. Es ging schneller als ich dachte und innerlich gehofft habe. Die Wiedereingliederung ist seit einer Woche vorbei und mir fällt auf, dass ich in eine Art Stagnation verfalle.

Neben der Arbeit, dem Haushalt und meinem Lebensgefährten finde ich mittlerweile nur noch selten Zeit um mich mit mir zu beschäftigen. Ich versuche es und trotzdem habe ich das Gefühl, es nicht richtig zu versuchen. Ich fühle mich schlecht, weil ich meine Erwartungen nicht erfülle und ich spüre, dass ich auf der Stelle stehe. Ich verstecke mich immer häufiger wieder hinter meinem Lächeln und meinem Make up. Ich schließe Empfindungen und Gedanken, die ich für völlig absurd und lächerlich finde in mir ein, obwohl sie mich belasten und ich stundenlang darüber grübel.

Ich mache mir Vorwürfe nicht genug zu kämpfen, die Zeit in der Klinik nicht verinnerlicht zu haben und irgendwie einfach aufzugeben. Ich habe Angst wieder in dieses Loch zu fallen. Ich weiß, dass ich es selbst in der Hand habe. Ich entscheide über mein Leben, aber was ist, wenn ich die falschen Weg einschlage – nicht die Kraft oder die Überzeugung habe wirklich zu kämpfen und mir selbst etwas vormachen.

Ich bin verwirrt, ängstlich, zweifelnd, unsicher, schuldig….schwach…

Zum Teufel mit meinen Gedanken…

Veröffentlicht: 9. November 2013 in Diary
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Der Tag war super! Ich war unterwegs mit meiner besten Freundin. Wir haben gelacht und Spaß gehabt.

Doch jetzt, wo ich zu Hause bin und auf der Couch Ruhe finde, fühle ich mich einsam, wertlos und ungeliebt. Ich vermisse Nähe und Vertrautheit und auf der anderen Seite möchte ich lieber niemanden um mich haben. Mein Verstand sagt mir, dass diese Gefühle völliger Schwachsinn sind, dennoch fühle ich mich so leer. Die letzte Tage und Wochen kenne ich gar nicht anders als diese Achterbahn und langsam reagiere ich auch körperlich. Ständige Kopfschmerzen, dieses Zucken im Auge (was ich eigentlich nur aus meiner Akutphase kenne) und seit heute auch einen stechenden Schmerz in der Brust.

Mein Gott, warum stehe ich mir eigentlich immer selbst im Weg?

Ach ja, das mit dem Reden ist immer so eine Sache. Ich bin leider auch kein Paradebeispiel und weiß über meine Schwierigkeit Bescheid. Deswegen fällt es mir so schwer wirklich enttäuscht oder sauer zu sein, wenn ich auf meine Fragen eher Schweigen als Antwort bekomme.

Ich belaste auch ungern mein Umfeld, wenn es mir schlecht geht – es ist ja mein Problem und nicht ihres. Jedoch verstehe ich, dass es nicht um Belasten geht, sondern um Verständnis. Wenn ich meinen Mund nicht aufmachen, kann niemand nachvollziehen, was mit mir los ist – warum ich vielleicht eher ruhig, reizbar oder sehr emotional bin.

Nun ja – Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!

Am Wochenende hatte ich nun das perfekte Beispiel, wie es meinen Freunden/Familie geht, wenn ich mich eher in mich zurück ziehe. Ich merkte schon am Morgen, dass etwas mit meinem Freund nicht in Ordnung war. Leider kann ich keine Gedanken lesen oder hellsehen. Er hatte schlechte Laune und war mürrisch, doch jedoch mir zu erklären, wo genau die Ursache liegt, strafte er mich mit Schweigen und einer kalten Schulter. Ich fragte ihn mehrmals und bekam dennoch keine Antwort. Warum? Vertraute er mir nicht genug? Dachte er, dass ich es nicht verstehen würde? Lag es vielleicht an mir? Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Der Gedankenkreisel war in vollem Gange! Er lag im Bett und ich konnte keine Minute ruhig bleiben und tigerte durch die Wohnung.

Bevor mir die Decke auf den Kopf fiel, fragte ich eine Freundin, ob sie Lust hätte einen Kaffee zu trinken. Ich musste aus der Wohnung raus, wollte mal etwas anders machen und nicht darauf warten, dass er sich dazu „herablässt“ mit mir zu reden. Ich machte mich also fertig und sagte zu ihm, dass ich einen Kaffee trinken gehe, da er ja scheinbar nicht mit mir reden möchte.

Ich verbrachte mehrere Stunden mit meiner Freundin beim Kaffee, Reden und Frustshoppen. Das war ein teures Vergnügen! Als ich nach hause kam, stand er vor mir und schaute mich mit Hundeaugen und schmerzverzerrtem Blick an. Endlich rückte er mit der Sprache raus und meinte, dass er fast gar nicht geschlafen, Rücken- und Kopfschmerzen hat/hatte.

Wieso konnte er mir das nicht in einem einfachen Satz sagen? Wieso musste wir uns beide so runterziehen, weil wir nicht miteinander kommunizierten? Er meinte, ich müsste es doch merken. Ich werde demnächst mal einen Kurs in Gedanken lesen belegen, vielleicht hilft es beim nächsten Mal. Körperliche Schmerzen zu äußern finde ich einfacher, zumindest für mich, als mich lang und breit zu erklären. 

„Es geht mir nicht gut“ 5 Worte und der Tag wäre zumindest für mich und meine Gefühls- und Gedankenlage um einiges entspannter gewesen.