Mit ‘Arbeit’ getaggte Beiträge

ein kurzweiliger Abschnitt…

Veröffentlicht: 17. Dezember 2013 in Diary
Schlagwörter:, , , ,

Aloha ihr Lieben,

Es gibt einen Grund weswegen mein Blog leider zur Zeit eher stiefmütterlich behandelt wird und ein wenig verwaist wirkt. Ich hatte gehofft, dass genau das Gegenteil eintritt und ich mich mehr auf mich und meinen Blog kümmern kann. Aber erstes kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ich bin seit 1. Dezember für zwei Monate zur Einarbeitung in meinen neuen Arbeitsbereich und daraus folgt (leider) auch eine temporäre räumliche Veränderung. Wie anfangs bereits kurz erwähnt, freute ich mich sogar irgendwie darauf. Ich stellte es mir als Chance vor, etwas mehr Zeit für mich zu haben. Ich war gespannt und neugierig, wie ich mich wohl abends alleine in meinem Appartment.fühlen würde.Ich stellte mir vor, wie es wäre ohne Haushaltspflichten.  Ich plante viel zu lesen, da das in diesem Jahr gänzlich zu kurz kam und ich wollte viel schreiben. Ich wollte, mir und meinen Gedanken, Raum und Zeit geben und mehr prüfen, was unnötig ist und was seinen Rechtfertigung hat.

Am Ende, um nach knapp einem Monat Resumée zu ziehen, vieles ist beim Wollen geblieben. Ich kann festhalten:

  • ich kann auch alleine klar kommen
  • ich fühle mich manchmal weniger einsam, obwohl ich alleine bin, als in Gesellschaft
  • ich fange langsam an die Zeit abends für mich zu nutzen

Mein kleines persönliches Projekt geht noch bis Ende Januar, wobei ich schon über die Feiertage zu Hause bin. Ich bin immer noch gewillt, dass was ich mir zum Start vorgenommen habe auch zu probieren. doch im Moment merke ich, dass ich wieder mal von Anfang an zuviel von mir wollte. Die ersten zwei Wochen war ich abends so kaputt, dass ich froh war ins Bett fallen zu können. Langsam pegelt sich alles ein und ich versuche nun kleine Schritte…ich habe angefangen zu lesen statt mich vor den TV zu hängen. Ich schreibe diesen Beitrag und ich möchte noch einiges mehr verfassen, denn mein Kopf ist trotz allem prall gefüllt mit Gedanken/Ängsten/Zweifeln.

Mir fehlen meine Freunde und ich habe das Gefühl, dass ich ihnen momentan nicht gerecht werde. Ich glaube, dass Sie es verstehen…ich hoffe es! Jedoch musste ich bei dieser Entscheidung an mich denken…und ich habe diese Wahl bewusst getroffen, weil sie erstens temporär und zweitens für mich eine Herausforderung ist und war.

Das Arbeitsleben und ich…

Veröffentlicht: 6. Oktober 2013 in Gedanken
Schlagwörter:, , , , ,

Morgen ist es soweit, nachdem ich nun seit knapp 6 Monaten krank geschrieben bin, werde ich morgen früh ab 9:00 Uhr die erste Phase meiner Wiedereingliederung starten. Anfangen werde ich nur mit 2 Stunden eine Woche lang, danach zwei Wochen für 4 stunden und als letztes 6 Stunden ebenfalls für zwei Wochen. So sieht er aus, der Plan, den meine Therapeutin und ich uns ausgedacht haben. Ich war bei dem Gespräche mal wieder zu optimistisch und wollte alles richtig machen, denn ich hätte am liebsten die ganze Aktion in drei Wochen durchgezogen. Ich kann ja nicht noch länger der Krankenkasse/ dem Staat auf der Tasche liegen. Außerdem meldet sich nebenbei noch mein verdammtes Pflichtbewusstsein, was sich dagegen sträubt weiterhin auf der faulen Haut zu liegen.

Jedoch, wenn ich ehrlich bin, bekomme ich alleine bei dem Gedanken daran Zitteranfälle, kalten Schweiß und eine Panikattacke nach der anderen. Ich war in den letzten 6 Monaten seit dem Tag meines Zusammenbruches nicht einmal in der Nähe dieses Gebäudes. Ich konnte es einfach nicht! Vorgenommen hatte ich es mir öfter in einer guten Phase nur einmal daran vorbei zu fahren, aber ich konnte die Kraft dazu nicht aufbringen.

„Ein gebranntes Kind scheut das Feuer“, so ähnlich ist es bei mir. Meine Arbeit und mein Arbeitsalltag waren zwar nicht die Ursachen meiner Depressionen, aber der Auslöser für meine bis dato schlimmste Akutphase. Ich habe Angst davor, was mich dort erwartet und die absurdesten Befürchtungen spielen sich in mir ab. Wie werden mich meine Kollegen ansehen? Was werden sie von mir denken? Reden sie hinter meinem Rücken und Lachen über mich? Werde ich je wieder dazu gehören? Was passiert, wenn ich in den gleichen Strudel wieder gefangen werde? Ein zweites Mal überlebe ich diese Phase nicht. Ein zweites Mal will ich diese Phase nicht überleben!

Ich versuche mich abzulenken, die ganze Situation mit positiven Erwartungen/Hoffnungen erträglicher zu machen, aber die Gedanken währen nur Sekunden und werden umgedreht. Nun liege ich hier auf meiner Couch und klammere mich verzweifelt an meiner Tasse fest, starre auf die Uhr und hoffe die Zeit bleibt stehen. Ich will später nicht schlafen gehen und ich werde wahrscheinlich nicht schlafen…