Mit ‘Gefühle’ getaggte Beiträge

Ich schreibe! Ich schreibe viel in den letzten Wochen…versuche Ordnung in meine Gefühle und Gedanken zu bekommen.

Schreiben soll helfen um den Blickwinkel auf Geschehendes oder Gefühltes zu ändern, aber irgendwie hilft es nicht….

Ich möchte schreien, fragen „Warum?“ Möchte es verstehen um endlich abschließen zu können…aber das wird nicht passieren.

Mein Herz, meine Intuition, mein Verstand…ich weiß nicht mehr auf was ich vertrauen kann, auf was ich hören soll…

Ich verliere die Kontrolle über mich…ich habe wieder angefangen mich zu übergeben…ich bin nicht stolz darauf, aber es gibt Momente, wo ich einfach nur esse um kotzen zu können….alles einfach raus aus meinem Körper…und irgendwie hoffe ich damit nicht nur das Essen los zu werden…wenn ich nur schöner, schlanker…dünner wäre, dann würde der Rest bestimmt folgen…

Ich kann es nicht erklären, will es auch nicht erklären müssen…ich will einfach nur, dass es aufhört…die Fragen, die Gedanken, die Gefühle…

Plötzlicher Umschwung…

Veröffentlicht: 18. Dezember 2013 in Gedanken
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Warum jetzt? Warum fühle ich mich gerade so? Ich habe Tränen in den Augen und fühle mich in diesem Leben fehl am Platz. Ich hoffe darauf auf zu wachen und endlich in mein echtes Leben zu starten… was ist nur gerade mit mir los? Ich weiß nicht, worauf ich warte…aber ich spüre, dass ich gefangen bin…wenn ich wenigstens wüsste, wo ich hin soll um diese Emotionen los zu werden…

Sorry, dass musste ich kurz loswerden…

Zum Teufel mit meinen Gedanken…

Veröffentlicht: 9. November 2013 in Diary
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Der Tag war super! Ich war unterwegs mit meiner besten Freundin. Wir haben gelacht und Spaß gehabt.

Doch jetzt, wo ich zu Hause bin und auf der Couch Ruhe finde, fühle ich mich einsam, wertlos und ungeliebt. Ich vermisse Nähe und Vertrautheit und auf der anderen Seite möchte ich lieber niemanden um mich haben. Mein Verstand sagt mir, dass diese Gefühle völliger Schwachsinn sind, dennoch fühle ich mich so leer. Die letzte Tage und Wochen kenne ich gar nicht anders als diese Achterbahn und langsam reagiere ich auch körperlich. Ständige Kopfschmerzen, dieses Zucken im Auge (was ich eigentlich nur aus meiner Akutphase kenne) und seit heute auch einen stechenden Schmerz in der Brust.

Mein Gott, warum stehe ich mir eigentlich immer selbst im Weg?

„Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.“
(Lucius Annaeus Seneca)

Vor ein paar Tage sagt ein Kollege zu mir, nachdem er von meiner Krankheit erfuhr: „Es trifft immer Diejenigen, wo man es am wenigsten erwartet.“

Über Jahre hinweg habe ich eine Maske für meine Umwelt getragen. Ich war der Sonnenschein für alle, jemand der schlechte Laune oder Traurigkeit nicht kannte und immer ein Lächeln auf den Lippen hatte. Ich ließ alle glauben, dass ich glücklich bin und wendete enorm viel Kraft auf um diese Fassade aufrecht zu erhalten. 

Wieso?

Jetzt weiß ich, dass es einfacher für mich war, denn ich musste niemanden erklären, was in mir vorgeht. Niemand fragte danach. Ich umschiffte die Fragen und mitleidigen oder ungläubigen Blicke. Ich wurde gemocht. Zumindest in meinem Kopf war es nur aufgrund meiner dauerhaften guten Laune. Wie sollte man auch einen Menschen mögen oder in seiner Nähe sein wollen, wenn er missmütig, traurig oder niedergeschlagen ist?

Ich war nicht glücklich, ganz im Gegenteil. Ich fühlte mich leer, nutzlos und total deplaziert. Am Ende fühlte ich mich weniger ich als jemals zu vor, wie eine leere Hülle ohne Inhalt.

Ich lernte in der Therapie, dass glücklich sein nicht immer mit Freude oder Lachen auftreten muss. Ich weiß nun, dass man an sich arbeiten muss, um glücklich zu sein. Die kleinen Erfolge sehen und sich daran erfreuen und stolz sein.

Ich bin glücklich, weil ich lerne, wie ich auch negative Gefühle zulasse und zeige.

Ich bin glücklich, weil ich denke zu wissen, dass man mich auch mag, wenn ich nicht immer gute Laune verbreite.

Ich bin glücklich, weil ich lerne ICH-Selbst zu sein und mich neu kennen zu lernen.

Zur Zeit ist es noch ein täglicher Kampf gegen meine Gedanken und Gefühle und ich muss mir immer wieder bewusst machen, dass es Dinge, Momente, Menschen gibt, die mich glücklich machen. Ich halte mir die kleinen Erfolge vor Augen und versuche bewusst diese Momente festzuhalten. Irgendwann, vielleicht nicht morgen oder nächste Woche, aber irgendwann werde ich diesen Kampf hoffentlich nicht mehr führen müssen. Irgendwann werde ich hoffentlich einfach nur noch genießen können.