Mit ‘Leben’ getaggte Beiträge

Plötzlicher Umschwung…

Veröffentlicht: 18. Dezember 2013 in Gedanken
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Warum jetzt? Warum fühle ich mich gerade so? Ich habe Tränen in den Augen und fühle mich in diesem Leben fehl am Platz. Ich hoffe darauf auf zu wachen und endlich in mein echtes Leben zu starten… was ist nur gerade mit mir los? Ich weiß nicht, worauf ich warte…aber ich spüre, dass ich gefangen bin…wenn ich wenigstens wüsste, wo ich hin soll um diese Emotionen los zu werden…

Sorry, dass musste ich kurz loswerden…

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Das „normale“ Leben

Veröffentlicht: 17. November 2013 in Diary, Gedanken
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Da hat es mich nun wieder, dass normale Leben. Es ging schneller als ich dachte und innerlich gehofft habe. Die Wiedereingliederung ist seit einer Woche vorbei und mir fällt auf, dass ich in eine Art Stagnation verfalle.

Neben der Arbeit, dem Haushalt und meinem Lebensgefährten finde ich mittlerweile nur noch selten Zeit um mich mit mir zu beschäftigen. Ich versuche es und trotzdem habe ich das Gefühl, es nicht richtig zu versuchen. Ich fühle mich schlecht, weil ich meine Erwartungen nicht erfülle und ich spüre, dass ich auf der Stelle stehe. Ich verstecke mich immer häufiger wieder hinter meinem Lächeln und meinem Make up. Ich schließe Empfindungen und Gedanken, die ich für völlig absurd und lächerlich finde in mir ein, obwohl sie mich belasten und ich stundenlang darüber grübel.

Ich mache mir Vorwürfe nicht genug zu kämpfen, die Zeit in der Klinik nicht verinnerlicht zu haben und irgendwie einfach aufzugeben. Ich habe Angst wieder in dieses Loch zu fallen. Ich weiß, dass ich es selbst in der Hand habe. Ich entscheide über mein Leben, aber was ist, wenn ich die falschen Weg einschlage – nicht die Kraft oder die Überzeugung habe wirklich zu kämpfen und mir selbst etwas vormachen.

Ich bin verwirrt, ängstlich, zweifelnd, unsicher, schuldig….schwach…

„Ohne Freunde können wir kein vollkommenes Leben führen.“
(Dante Alighieri)

Dem kann ich nur gänzlich zustimmen.

Als mich die Symptome meiner Depression langsam wieder einholten, zog ich mich mehr und mehr von allen zwischenmenschlichen Kontakten zurück. Ich ließ meiner Familie und damaligen Freunden nicht einmal die Chance an mich heran zu kommen.  Heute weiß ich, dass es genau der falsche Weg war. Ich verkroch mich in meinen Gedanken, schämte mich für mein Verhalten und dachte nicht im Entferntesten daran, dass mich irgendjemand verstehen geschweige denn helfen könnte. Dadurch wurde ich nur noch mehr in diesen Strudel gezogen, aus dem ich schon damals nicht mehr alleine raus gekommen wäre. Selbst in der Behandlung viel es mir unglaublich schwer mein Umfeld an mir teilhaben zu lassen.

Es bedarfte viele Bemühungen und Anstrengungen der Anderen damit ich mich öffnete. Jetzt langsam hat sich heraus kristallisiert, wen ich von meinen Kontakten als Freund/Freundin bezeichnen kann. Jetzt kann ich sagen, ohne Sie wäre ich nicht der Mensch, der ich jetzt bin und könnte nie zu der Frau werden, die ich sein kann.

Ich schätze ihre Meinung. Ich weiß, dass sie ehrlich zu mir sind, egal ob positiv oder negativ. Sie waschen mir den Kopf, geben mir Nähe, Verständnis und Unterstützung. Sie zeigen mir andere Sichtweisen und alternative Verhaltensweisen. Ich lerne jeden Tag von Ihnen.  Ohne sie wäre mein jetziges Leben nichts anderes als mein altes Leben.

Meine alten Freunde sind, verständlicherweise sehr geschrumpft in den letzten Jahren, ich habe sie auch sehr vernächlässigt, links liegen gelassen und manchmal einfach auflaufen lassen. Einige wenige sind mir geblieben und langsam versuche ich die Freundschaft von damals wieder zu beleben. Es wird anders werden, denn ich bin anders. Vielen von Ihnen wissen nichts von meiner Krankheit und ich habe immer noch diese Hemmschwelle es auszusprechen. Es wird noch ein Stückchen Arbeit werden.

Ich muss noch viel an mir arbeiten, denn ich merke immer wieder, wie ich meine Freunde in die Warteschlange packe oder Ihnen nicht die Priorität beimesse, die sie verdienen. Jedes Mal vor einem Treffen muss ich mich zwingen hinzugehen. Die Antriebslosigkeit überfällt mich, obwohl ich genau weiß, dass es mir Spass machen wird.

Auch wenn Sie es (wahrscheinlich) nicht lesen werden:

Marie, Nicole, Binchen, Susi,Jan … ihr gebt mir mehr, als ihr euch denken könnt. Ich bin froh euch zu haben, auch wenn es mit mir öfter schwieriger ist. Ich hab euch wahnsinnig lieb!