Mit ‘Schwäche’ getaggte Beiträge

Als Erstes möchte ich sagen, dass ich vielleicht etwas sanft anfange 😉 auch mich kostet es große Überwindung. Ich habe Angst davor, welche Reaktionen mir entgegen schlagen. Zweitens werde ich, zumindest versuche ich es, völlig ungefiltert meine Gefühle und Gedanken los zu werden. Last but not least bin ich mir noch nicht sicher, wie oft ich solch einen Artikel verfasse, also seid nachsichtig mit mir. Jedoch, wenn ihr mir immer noch folgt, denke ich ward ihr schon sehr geduldig mit mir.

Lange ist es her, dass ich mich um meinen Blog gekümmert habe. Fast genauso lange ist es her, dass ich mich um mich und meine Gedanken gekümmert habe.

Die Quittung kommt jetzt und ich frage mich, warum ich nicht schon früher gemerkt habe in welche Richtung es sich entwickelt. Kann ich die Warnsignale meines Kopfes und meines Körpers nicht sehen/spüren oder will ich sie einfach nicht sehen? Diese Denkweise der „starken Frau“, die alles meistert, wird mir nicht von außen auferlegt, sondern von mir – einzig und allein von mir! Ich sollte mittlerweile schlauer sein und verinnerlicht haben, dass es auch eine Stärke ist meine Schwäche zu zu geben.

 

Doch ein paar Fakten seit meinem „Untertauchen“:

  • ich bin Single
  • wohne temporär bei meinen Eltern
  • meine Arbeitszeit wird zunehmend mehr
  • und völlig fixiert abzunehmen

Ich hatte wirklich die Hoffnung den richtigen Weg zu gehen, auch wenn es nur winzige Schritte waren. Wo der Punkt war, an dem ich resigniert, wo ich angefangen habe zu zweifeln und zu verzweifeln, kann ich nicht genau sagen.

Zurück in meiner Heimatstadt fühlte ich mich irgendwie zunehmender gefangen in mir und in meinem Leben. Ich war mit allem unzufrieden und heute schätze ich, dass ich mich nur nicht genug mit mir auseinander gesetzt habe – Flucht ist bekanntlich der beste Angriff 😉 – und somit einfach nur unzufrieden mit mir war bzw. bin. Ich verfiel in eine Art blinden Aktionismus und ärgerte mich mehr und mehr über alles. Rückblickend glaube ich, dass Hauptproblem war nicht diese Unzufriedenheit oder der Ärger, sondern dass sich all das wieder einmal nur in mir abspielte.

Es kam, wie es kommen musste, all das entlud sich bei einem Streit mit meinem Freund. Türen knallte, Stimmen wurden lauter und Tränen flossen und am Ende sah ich keinen anderen Weg als aus zu ziehen. Ich hatte das Gefühl bzw. war mir in dem Moment sicher, dass er mir nicht das geben konnte, was ich brauchte – Sicherheit und Stabilität! Ich wollte und will irgendwie immernoch die starke Schulter sein. Ich weiß, dass er auch alleine klar kommt, aber dennoch fühle ich mich verantwortlich für sein Wohlbefinden, seine Stimmung …irgendwie für alles. Jetzt fühle ich mit in meiner Entscheidung nicht mehr so sicher. Ich bin verwirrt und frage mich, warum es mir so schwer fällt. Ich vermisse ihn? Oder vermisse ich die Gewohnheit? den alltäglichen Tagesablauf? oder ist es schon eine Art emotionaler Abhängigkeit? Vielleicht ist es auch nur die Angst alleine zu sein, nicht zu wissen, wie es weiter geht. Ich frage mich, ob es die richtige Entscheidung war. Was passiert, wenn ich in der Zukunft feststelle, dass er doch der richtige Deckel war und ich alle Chancen verspielt habe? Was ist, wenn ich der Grund bin, dass er endgültig zerbricht? Ich weiß, dass wir beide nicht die beste Kombination sind – zwei psychisch „Instabile“ – und das wir uns in der meisten Zeit mehr belasten als unterstützen. Irgendwo in mir weiß ich, dass es zum jetzigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung war…denke ich. Dass ich erst zu mir finden muss um mein Leben mit jemand anderem zu teilen. Dennoch gibt es diese Stimme in mir. Jene, die mich jede Minute fragt: „Bist du dir sicher?“ „Was wäre, wenn…?“ „War das richtig?“ Wie finde ich heraus, was es ist, was mich immer und immer wieder zu ihn zieht? Ich bin mir bewusst, dass eine Trennung nach knapp 5 Jahren nicht einfach für beide Seiten ist. Es ist jedoch keine Traurigkeit, die mich ausfüllt, sondern Selbstzweifel, Angst…

 

…to be continued….

 

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…für dich?

Veröffentlicht: 28. Oktober 2013 in Lyrik
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Was war ich für dich?

eine Ablenkung
ein Spielzeug

Ich habe dir vertraut
mich geöffnet
dir das Tiefste meines Herzens gezeigt

Ich habe mich fallen gelassen
mich getraut
dir meine Schwächen offenbart

War ich für dich
eine Trophäe?
ein Push für dein Ego?

Ich vertraue dir nicht mehr,
wie könnte ich auch
neben mir gab es Andere

Andere, denen du das Gleiche gesagt hast
Andere, denen du meine Geheimnisse preis gegeben hast
Andere, für die du mich belogen hast

Ich kann dir nicht mehr vertrauen,
weil es nie anders werden würde

Ich bin nicht wichtig für dich!
Ich bin nur wichtig für deinen Stolz!

…und es trifft mich

Mir fiel es noch nie leicht, den Menschen in meinem Umfeld zu vertrauen. Es ging mir damit nicht schlecht, aber in manchen Situationen fehlte mir dann doch jemand, dem ich meine ganze Gedanken- und Gefühlswelt ohne Zweifel auskotzen konnte.

Ich lernte zu vertrauen, obwohl ich mich oft ängstlich, verletzlich und manchmal ziemlich dämlich fühlte. Ich wollte vertrauen und ich wollte etwas anders als früher tun. Ich ließ langsam mein Misstrauen fallen und meine Mauer bröckelte.

Die letzten 2 Tage liefen nicht besonders gut für mich und meinen Ausflug in „die neue Welt des Vertrauens“. Ich wurde jäh wieder geweckt und schmerzhaft bewusst, dass alles seine guten und schlechte Seiten hat.

Vertrauen kann dir viel geben – Sicherheit, Erleichterung, Mitgefühl und Kraft etc.

…, aber es kann dir auch alles nehmen! Ich wollte so sehr daran glauben, dass ich vergaß, das wir nur Menschen sind. Emotionen, wie Angst, Wut und Schuld stellen uns und unsere Ehrlichkeit immer wieder auf die Probe. Das Problem dabei ist nur, dass man damit den Menschen am tiefsten verletzt, der am meisten vertraut.

Diesmal war ich diese Person und ich habe körperlich, emotional und psychisch gemerkt, wie weh es tun kann zu vertrauen. Es war ein kurzer Augenblick und alles war zerstört. Jegliche hinein gesteckte Energie und Kraft einfach so „weg geschmissen“.

Ich hatte kurzzeitig vergessen, warum ich anderen Menschen misstraue und gerne eher das Schlechte erwarte. Ich wurde schwach und leicht gläubig. Es trifft einen viel härter und stärker, wenn man nicht darauf vorbereitet ist…